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2 Kommentare

Kommentar von: hoergen [Mitglied] E-Mail · http://blog.hoergen.org
Bastian Sick ist nur ein schlechter Abklatsch von Wolf Schneider, der seinerseits seit Jahrzehnten die schreibenden Zunft für ihr schlechtes Deutsch auspeitscht.

Quote ist ein zweischneidiges Schwert. Es ist das letzte Mittel, wenn die freiwillige Selbstverpflichtung nicht funktioniert. Frauenquote soll einen Kulturwechsel herbeiführen, weil es leider anders nicht funktionierte.

Das ist aber eine Errungenschaft der Gleichberechtigung und der Feminismus hat dazu den Anstoß gegeben.

Feminismus ist eine Lobby. Genauso, wie es Parteien oder Gewerkschaften sind. Das heißt, sie streiten für ihre Vorstellung der Welt und das muss nicht unbedingt etwas mit Wohl der Anderen zu tun haben.

Sobald in unserer Kultur das Denken frei von geschlechtlichen Unterschieden ist, kann auf die ausdrückliche Benennung verzichtet werden.

Ob das jemals passieren wird, weiß ich nicht, den solange es scheinbar humorvolle Phrasen, Bücher und willige Abnehmer für den Unterschied zwischen Mann und Frau gibt, sind wir keinen Schritt weiter gekommen.
26.07.11 @ 08:28
Kommentar von: Nathan [Mitglied] E-Mail
Nun, ich stimme Dir zu, dass der scheinbar humorvolle Umgang mit Geschlechterdifferenzen nichts zum Fortkommen beiträgt.

Eine ganz andere Frage aber ist es, ob es jemals gelingen wird, oder ob es überhaupt sinnvoll und möglich ist, die Unterschiede "verschwinden" zu lassen.
Es gibt, darauf wollte ich hinaus, zwei unterschiedliche Bestimmungen in der Sprache: Die einen sind prädikativ gesetzt, zum Teil eben auch kontraintuitiv. Aber das ist eben so. Das soll,muss,darf man nicht persönlich nehmen. Das andere - dagegen wehre ich mich auch - sind in neuester Zeit aufgetretene, bewusste Chauvinismen. Diese müsste man eigentlich bekämpfen und sich nicht darüber aufregen, dass es im Deutschen nun einmal das generische Maskulinum gibt. Aber es existiert auch das generische Femininum, ohne dass ich mich jetzt nicht angesprochen fühlte, wenn man von mir als "die Person xy" sprechen würde.
Aufhebung der Geschlechterdifferenz hin oder her, hier wird in Sprache eingegriffen! Und zwar dort, wo Sprache eben NICHT different denkt, sondern prädikativ.
Man bezweckt mit diesen Dingen nichts, weil man die falsche Wurzel angeht! Dann doch lieber den sogenannten Comedians und Sprachverunstaltern den Mund verbieten, die die von Dir angesprochenen halbseidenen Witze auf Kosten anderer machen.
Der Unterschied zwischen Mann und Frau wird schwer zu überwinden sein, was ist überhaupt dieser Unterschied? Geht es um die unterschiedliche Person? Um biologische Differenzen? Oder nur um Sprache? Ich hätte gerne diese Frage einmal endgültig geklärt von so manchem Forscher...
27.07.11 @ 10:18

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