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Das Gerücht, dass Frauen Gefühle und Sex besser trennen können als Männer hält sich ja sehr hartnäckig. Gerade Frauen behaupten das ja sehr oft. Ich habe mich gefragt, was will damit gesagt werden?
Sind Männer nicht Herr ihrer Emotionen? So nach dem Motto “Ganz oder gar nicht"? Wenn ein Mann liebt, dann mit Haut und Haaren konsequent bis zuletzt. Ausgeliefert, fallen lassen. Frauen machen das nicht?
Frauen behaupten, eine Frau könnte jahrelang fremdgehen, ohne das es der Mann merkt. Wenn der Mann es tut, dann würde die Frau das nach kurzer Zeit bemerken. Ist das ein Hinweis auf fehlendes Vertrauen und dauerhaften Zweifel? Das würde mein Weltbild wirklich sehr erschüttern.
So richtig schlau kann man aus der ganzen Sache nicht werden. Vor allem weil es eine starke Pauschalisierung ist. Die Quintessenz dieser Aussagen bedeutet für mich im Pauschalfall: Frauen sind überaus berechnend und völlig emotionslos. Beziehungen werden nur zum eigenen Vorteil ausgewählt. Die Liebesbeziehung ist geheuchelt, denn der Mann wird als Opfer und als Emotionsdummerchen behandelt.
Vielleicht sollte man in Zukunft einfach denjenigen ohrfeigen, der mit diesem Thema ernsthaft um die Ecke kommt. “Witzige Emails” dieser Art sind übelste Schundpropaganda. Das ist nicht süß! Dieser “Frauen/Männer” Fundamentalismus ist so dermaßen asozial und blockiert auf gesamter Breite die Gleichberechtigung und den Individualismus. Und ist einfach unerträglich, warum Frauen schlecht einparken und Männer schlecht zuhören können. Pauschale Prügelstrafe!