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Avatar - Aufbruch nach Pandora 3-D

03.01.10 | von hoergen [mail] | Kategorien: Flimmerwelt, Kino, Kritik

Ich bin mit wenig Erwartungen in den Film “Avatar -Aufbruch nach Pandora” gegangen und bin nicht entt?uscht worden. Eher überrascht. Der Film hat entgegen s?mtlicher Kritiken eine ganz normale Geschichte. Sehr geradlinig, aber normal. Die Musik hat mich am meisten entt?uscht. In der Vorschau war eine “Wall of Sound” zu h?ren, also eine sehr l?rmige und anschwellende Musik. Entweder war das Kino nicht gut genug, oder aber die Vorschau hat mehr versprochen, als der Film halten konnte. Ausserdem nervte mich nach einer Weile sehr diese Ethnomusik “Sind wir nicht alle Indianer". Esotheriker werden dabei sicherlich nicht nur feuchte Augen bekommen.

Interessant war auf jeden Fall die 3-D Erfahrung. Nett eingesetzt, nicht zu sehr übertrieben, war es eine wirklich interessante Erfahrung. Anfangs war es etwas anstrengend, gerade bei schnellen Kamerafahrten und irgendwie gab es st?ndig Unsch?rfen, aber nach 15 Minuten hatte ich mich daran gew?hnt und auch die Unsch?rfen waren nicht mehr so st?rend. Allerdings kam mir im Laufe des Films Zweifel, ob die 3-D Technik für herk?mmliche Filme so sehr geeignet sind. Zum Einen verleiten sie zur Spielerei, also Objekte in den Raum, nahe an den Zuschauer fliegen zu lassen, zum Anderen ist es eigentlich das perfekte Mittel, um aus der ICH Perspektive zu erz?hlen. Die wenigstens Filme erz?hlen konsequent aus der ICH-Perspektive und eigentlich m?chte man nur von Animationsfilmen Objekte durch den Raum nahe an sich vorbeifliegen sehen. Oder aber es kommt ein ganz neues Genre in die Kinos.

Mein Eindruck von 3-D war nach einer Weile, dass ich durch ein Fenster schaue. Einige wenige Male aus der ICH-Perspektive wurde mir so ein bisschen das Fliegen-Gefühl vermittelt. Das Fenster brauche ich pers?nlich im Film nicht.

Man merkt dem Film natürlich auch sehr die Handschrift von James Cameron an. So wie er die Titanic untergehen liess, l??t er in diesem Film einiges untergehen. Sehr dramatisch, sehr gro? und viel zu kitschig. Und der Kitsch macht auch genau die Message kaputt, die Cameron transportieren wollte. Die Grausamkeit verliert sich in der Sch?nheit der bunten Farben, des 3-D und der seichten Ethnomusik.

Gefreut habe ich mich wieder mal über Michelle Rodríguez. Ich mag diese Schauspielerin sehr, da sie in den bisherigen Filmen, die ich bisher mit ihr gesehen habe, immer sehr überzeugend gespielt hat

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