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Wieder zurück von der Ostsee. Es war mal wieder wunderschön, erholsam und es gab fast alle Wetterarten, außer Hagel und Schnee. Und wieder waren wir bei unserem Lieblingsrestaurant “Swantewit” und haben lecker gegessen. Normalerweise mache ich aus zwei Gründen keine solche Werbung. Der erste Grund ist, dass ich nicht dafür bezahlt werde und der zweite Grund ist, dass es eventuell zu viele Leute lesen könnten und ich beim nächsten Besuch wegen dem Besucherandrang nicht mehr rein komme. Das wäre sehr schade, weil das Essen an der Ostsee sich in keinster Weise mit der Berliner Qualität messen kann, dort das Essen wirklich gut ist und ich blöderweise ein kleines Problem mit gekochter und zerlassener Butter habe, die massenhaft zum Einsatz kommt. Ebenso wird Sahne und Kräuterbutter in großen Mengen verwendet, was mich als Pescetarier auch nicht gerade glücklicher macht.

Als Hintergrund: konventionelle Köche, die vegetarische Speisen anbieten überbacken alles mit Käse, machen deftige Sahnesaucen oder ebenso dicke Rahmsaucen. Kann man ja mal essen, aber wenn es das einzige ist, was man als vegetarisches Gericht bekommen kann, hängt einem das sehr schnell zum Halse heraus und an der Hüfte rum. Achja, nicht zu vergessen, den vegetarischen Salat den man mit einer 30% Wahrscheinlichkeit mit Speckwürfeln bekommt. Ich kann schon gar nicht mehr darüber lachen. Es nervt!
Da bestellte ich mir in einem viel versprechenden Restaurant namens Störtebecker einen gegrillten Fisch mit Grillgemüse und Wurzelgemüse. Bekommen habe ich einen Fisch, den ich in der Fritteuse vermutete, gegrillte Paprika, Zucchini, eine verkohlte Auberginenscheibe mit Öl übergossen dazu Karotte, Sellerie und ein weiteres gelbes nicht identifizierbares Wurzelgemüse. Alle drei konnte ich nur an der Farbe unterscheiden, da sie derart in Butter geschwenkt waren, dass sie leider keinen eigenen Geschmack mehr hatten. Der Vollständigkeit halber sollte ich noch erwähnen, dass ein kleines Büschel Dill, sowie 3 zusammenhängende Scheiben Zitrone und eine Physalis auf dem Teller waren.
Man kann ja mal Pech haben. Dann war da aber noch das Café Charlie wo ich einen Milchkaffe bestellt habe. Sagen wir mal so: die Plörre hat in der Verwandschaft jemanden kennt, der mal was über Kaffe gelesen hatte. Eine Frechheit, so etwas Kaffee zu nennen. Der Nachbartisch hatte eine heiße Schokolade bestellt. Die sah auch nicht besser aus, ebensowenig die Gesichter derer, die sie probiert hatten. Ein professioneller Kaffeladen wie Balzac, Starbucks oder auch ein Einzelunternehmer mit ähnlich gutem Kaffe würde an der Ostsee ein Vermögen machen.
Zum Abschluß gab es dann aber doch noch ein Licht am Ende des Tunnels. Ein Kaffe, das auch ein leckeres Frühstück anbot. Leider habe ich jetzt den Namen vergessen, aber es ist auf der rechten Seite, wenn man von der Hauptstrasse an der Sparkasse Richtung Seebrücke abbiegt.