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Admiralsbrücke - Die Nacht der lebenden Egozentriker

11.04.09, von hoergen - PermalinkBerlin

Es wird nicht mehr lange dauern, bis Sprechchöre an der Admiralsbrücke in Kreuzberg “Spießer” rufen werden. In einem Berliner Stadteil, der für sein Multikulti berühmt ist. Wo schaffende Künstler, Freigeister, Ökos, Linke, Arbeiter und Angestellte wohnen. Ein Multikulti-Miteinander.
Die Admiralsbrücke am Landwehrkanal in Kreuzberg ist ein wunderschöner Ort, an dem nachts die schönen gelben Laternen brennen und deren Schein im Wasser glitzert. Verständlich, dass viele Menschen diesen Ort sehr romantisch finden.
Aber seit einiger Zeit hat sich dort der Mob eingerichtet. Egozentriker, die ihre Romantik auf dem Rücken der Menschen ausleben, die dort wohnen. Touristen, die respektlos Rechte einfordern wollen, die sie nicht haben, sie vermüllen und verpissen diesen Ort und verwechseln egozentrisches Leben mit dem Multikulti-Miteinander.
Das Multikulti-Miteinander hat kein Platz für Egozentriker.

Hintergrund - Tagesspiegel “Party auf Pollern”

2 Kommentare, 358 Ansichten

Kommentare, Pingbacks:

Rainer Paulussen
Wenn ich mich ab und zu in Berlin aufhalte, dann bin ich gerne in der Ecke Admiralsbrücke. Ich empfinde diesen Bereich als ausgesprochen schön. Es ist für mich auch ansprechend dort Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen zu sehen, bevorzugt allerdings verbunden mit einem Lärmpegel, der Gespräche untereinander zulässt. Warum ist es so schwierig, ein Miteinander zu pflegen? Warum kann gegen 22.00 die Musik nicht einfach auf "Zimmerlautstärke" verringert werden? Müssen Flaschen zerschlagen und zusammen mit anderem Müll auf der Brücke, den Seitenstraßen und in dem Kanal "entsorgt" werden?
Hier könnte die Stadt vielleicht noch ein paar Möglichkeiten (Mülleimer o.ä.) zur Verfügung stellen und unbedingt noch ein paar "Pixi-Toiletten". Welche Freude haben denn viele Gäste der Brücke daran, andere Menschen zu drangsalieren? Das Thema nennt sich wirklich "Miteinander". Probieren Sie es doch einfach mal aus - es macht einfach mehr Spaß.
PermalinkPermalink 24.07.09 @ 09:43
Anoukh
Ich bin auch immer sehr gerne auf der Admiralbrücke gewesen - bis letztes Jahr. Denn da wurde es mir einfach zu voll und zu versifft. Und in diesem Jahr ist die schöne Brücke auch noch zu einem Treff der Alki- und Drogi-Szene geworden. Da wird geschnorrt, gelallt und gegröhlt. Die Stimmung wird schnell aggressiv und alles ist vermüllt, verklebt (von Bier und anderen Getränken) und auch noch verpisst!! Dazwischen Horden von zugedröhnten Partytouristen, die die Sau raus lassen. Allenfalls am frühen Abend kann man den Sonnenuntergang dort noch genießen. Doch kürzlich wurde ich sogar am frühen Abend mehrfach von schwankenden Gestalten angeschnorrt, was das Vergnügen doch ziemlich getrübt hat. Warum müssen wir Menschen eigentlich immer die schönen Orte kaputtfeiern? Ich werde die Admiralbrücke so lange meiden, bis sich der Hype darum gelegt hat und hoffe, dass das bald geschieht. Jetzt findet zum Thema Admiralbrücke eine Mediation statt, weil es den Anwohnern wohl wirklich reicht! Kann ich irgendwie verstehen und wünsche viel Glück, wenn ich auch wenig Hoffnung habe, dass man durch Mediation die feierwütigen Touris und abgeranzten Typen erreicht. Und die sind schließlich das Problem...
PermalinkPermalink 20.06.10 @ 14:08

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